Bye bye Sri Lanka (…I’ll be back…)

Sri Lanka gilt ja gemeinhin als Surfparadies. Mehr als einen Monat habe ich besagte These auf Herz und Nieren geprüft und muss sagen – es stimmt. Eine sehr gute Zeit verbrachte ich z.B. in Sri Lankas Surferhauptstadt Arugam Bay, von wo aus man Ausflüge mit dem Surf-Tuktuk zu den nahegelegenen Spots macht.Blog4-1 An einem meiner Lieblingsspots – dem Whiskey Point – konnte ich auch laufend meine Musik auflegen. Da haben wir ganz häufig z.B. das hier gehört:

Der Höhepunkt der Surfzeit waren aber sicher die 18 Tage in den Hilltop Cabanas, rund 20 Kilometer von Abay im Niemandsland gelegen – dafür aber mit eigener netter Hauswelle. Back to basic war angesagt, surfen, essen, surfen, essen, surfen, trinken, früh schlafen und mit dem Sonnenaufgang um 5:30 wieder in die Wellen. Zudem ganz viel frische Luft dank fehlenden Wänden und Türen, Openair Duschen und Powerfrau Dilani als perfekte Gastgeberin mit ihren süssen Kiddies.

Komplett verhärtete und schmerzende Schultermuskulatur sowie auf Meereshöhe nicht heilen wollende kleinere Wunden haben mir dann eine Zwangspause in den kühleren Highlands verordnet. Vorerst gar nicht erfreut über den Surfunterbruch durfte ich bald feststellen, dass die kurvenreichen Strassen in den Hügeln Sri Lankas und ein Motorrad eine äusserst gute Kombination darstellen.

Aber auch sonst hat das Landesinnere doch einiges zu bieten. Riesige Buddhastatuen in Polonaruwa, Löwenfelsen in Sigyria, von wo sich Könige gegen ihre Feinde verteidigten und der Adam’s Peak, einer der heiligsten buddhistischen Stätten in Sri Lanka, den man in einem Nachtmarsch über 5000 steile Stufen erreicht und mit ein bisschen Glück abgefahrene Sonnenaufgänge bestaunen kann.

Trotz allem zieht es einem dann aber doch immer wieder ans Meer. Nur die Wahl des Fortbewegungsmittel ändert sich nicht mehr. Und da zwar die Landschaften mithalten können, die Strassen aber halt nicht mehr gleich kurvenreich und ergo langweiliger sind, müssen halt ein paar mehr PS her.

Aber auch Festivals gibt’s in Sri Lanka zuhauf. Jeweils im August findet z.B. im ganzen Land das Peraherafest statt, bei dem alle verfügbaren Elefanten aus den Ställen geholt werden und die ganze Bevölkerung in bunte Kleider gesteckt wird.

Ein starker Kontrast dazu war der zwar auch sehr bunte, aber um einiges rauhere und nach wie vor vom Bürgerkrieg gezeichnete tamilische Norden der Insel.

Nach vier ereignisreichen Monaten war es dann doch an der Zeit, nach Indien weiter zu ziehen. Aber eins steht fest: Sri Lanka, wir sehen uns wieder.